Xenon's profileXenon LoweyPhotosBlogListsMore Tools Help

Blog


    8/10/2008

    Pedophilia

     

    Warum gibt es so viel Pädophile Menschen. Was geht in diesen köpfen vor?


    Zuerst mal stört mich schon die Wortwahl... Pädophile lieben nicht Kinder (griech. Ursprung des Wortes) ... denn, wenn sie die Kinder lieben würden, würden sie sie nicht missbrauchen...

    Zum zweiten stört mich, dass neuerdings ein Trend vorherrscht, die Verantwortung der Menschen für ihre Taten - so es denn dazu kommt - zu negieren und es zu einer Art "Krankheit" zu erklären...

    Zum dritten stört mich, dass die öffentliche Meinung immer groß mit Schlagworten wie "wegsperren" etc. daher kommt - aber NIE realisiert, dass die meisten Missbrauchsfälle nicht von so genannten Pädophilen verübt werden, sondern von den lieben Menschen aus der Nachbarschaft oder sogar aus der Familie...

    Es ist leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen - es ist extrem schwierig, sich mit Themen wie Zivilcourage, sich einmischen und dem tatsächlichen Helfen oder nicht helfen können zu jonglieren... da braucht es gute Beratungen von außen, kompetenten Fachleuten etc.

    Ich glaube, es gibt so viel Missbrauch, weil wir ihn zulassen, ehrlich gesagt... weil wir den Menschen keine Moral mehr vorleben können, nichts, an dem sie sich halten könnten innerlich - falls sie denn tatsächlich diese Neigung hätten - um nicht danach zu handeln... und natürlich hat das auch was damit zu tun, wie wir Männer und wie wir Frauen wahrnehmen und wem wir Autorität zusprechen und wem nicht, etc.

      Gyanda

     Es gibt jede Menge Paraphilien (umgangssprachlich auch Perversionen genannt). Die meisten sind harmlos und nicht schädlich. Pädophilie ist im heutigen gesellschaftlichen Kontext und im Lichte der psychologischen und pädagogischen Erkenntnisse eine Paraphilie, die mit Recht als Straftat geahndet wird.
    Die Schwierigkeit besteht für mich darin, dass es sich um eine (sexuelle) Veranlagung handelt. Kann man eine Veranlagung bestrafen? Die Ergebnisse von forensischen Langzeituntersuchungen zeigen, dass Pädophilie nicht heilbar ist. Menschen mit dieser Veranlagung müssen demzufolge eigentlich lebenslang in Behandlung bleiben um keine Gefahr für ihre kindliche Umwelt darzustellen.

    Die implizierte Aussage, dass es viele Pädophile gibt, ist statistisch nicht haltbar. Durch die Traschmedien (Blödzeitung, SAT 1, RTL und Co) wird der Eindruck erweckt, dass das halbe Land aus pädophil veranlagten Männern besteht. Das ist nicht richtig! Die Fallzahlen sind seit Jahren stabil und tendenziell eher fallend.

    Die Aussage, Pädophile sind keine Menschen ist genau so richtig, wie die Aussage alle Blödzeitungsleser sind schwachsinnig.

    Und, um das anzufügen, die beste Prävention ist die Erziehung der Kinder zu starken Persönlichkeiten. Ein "Nein" muss Kindern schon frühzeitig gestattet werden und akzeptiert werden.

      Laecky

     Das primäre sexuelle Interesse der Pädophilen

    Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht bei der Pädophilie die primäre sexuelle Ausrichtung auf Kinder. Im Unterschied zu anderen Sexualitäten ist diese nicht zwingend koital ausgeprägt; Pädophile können bereits durch Situationen erregt und befriedigt werden, in denen kein Körperkontakt zu einem Kind besteht. Das heißt, Erotik spielt im Sexualleben eines Pädophilen eine besonders große Rolle. Bei Situationen mit Körperkontakt kann bereits das Berühren des Kindes allein als erregend empfunden werden, ohne dass diese Berührungen im Genitalbereich stattfinden müssen. Der Wunsch nach dem Vollzug des Koitus mit dem Kind scheint bei Pädophilen seltener anzutreffen zu sein.

    Neben dem sexuellen Interesse ist bei Pädophilen ein Bedürfnis nach emotionaler Nähe zu Kindern festzustellen. Manche Pädophile empfinden ihr Leben als unvollständig und emotional destabilisierend, wenn ihr Wunsch nach emotionaler Nähe keine Erfüllung findet. Es wird daher vermutet, dass viele Pädophile entsprechende Berufe oder Freizeitaktivitäten ausüben, um Umgang mit Kindern zu haben. Häufig gelingt es ihnen, ihre sexuellen Neigungen in pädagogisches Engagement zu überführen. Es kann aber auch zu sexuellen Kontakten mit Kindern kommen, die meist Einzelfälle bleiben. Es wird ferner vermutet, dass manche der primär pädophil orientierten Männer alleinstehende Frauen mit vorpubertären Kindern heiraten um ihr Bedürfnis nach Nähe zu befriedigen.

    Das Bedürfnis nach körperlicher und emotionaler Nähe ist individuell sehr verschieden ausgeprägt und gewichtet. Die Bedürfnislagen können sowohl einzeln als auch zusammen im Vorder- oder Hintergrund stehen. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde das sexuelle Interesse an Kindern von Pädophilen-Organisationen und Interessensgruppen häufig verneint und Pädophilie als nicht-sexuelle Kinderliebe dargestellt. Mittlerweile werden dort wohl auch die sexuellen Aspekte thematisiert.

      Antonia B

     Ich habe ´mal von einer Mitarbeiterin einer Fachstelle für sexuelle Misshandlungen erklärt bekommen, dass es den Pädophilen eigentlich nur um Machtstrukturen geht.
    Deswegen sei es auch ziemlich egal, ob das Objekt der Begierde ein Mädchen oder ein junge ist. Viele Täter (innen) seien in der Kindheit selbst missbraucht worden.
    Dieser "eigene" missbrauch ( ganz so, wie zur frage der Gewalt ) wird als schier unerträgliche Ohnmacht erlebt, die nicht oder unzureichend therapiert, in ein Täterprofil umschlagen kann. ( nicht muss ! ) ich will damit nichts verharmlosen, was Pädophile tun ! .........nur, mit einer "Rübe ab !" - Forderung allein, kommen wir da nicht weiter ! Ich möchte aufzeigen, dass man, um zukünftig weniger Straftaten haben zu wollen, bei den opfern und den Opfer-Familien nicht an Therapie - und Unterstützungsangeboten sparen darf, so wie es jetzt geschieht. Ich sitze seit einiger zeit in einem Beirat einer geplanten Forensischen Klinik und habe sehr viele Informationen, nicht nur über die Sicherheit, sondern auch über Therapie-Konzepte bekommen. Klickt ´mal beim LWL ( Landschaftsverband Westfalen-Lippe ) den bereich Forensik an, lohnt sich !

      Peteraus

     Habt ihr euch schon mal in die Lage eines Kindes versetzt, das von seinem Vater niemals in den Arm genommen wird?

    Habt ihr euch mal in die Lage eines Vaters versetzt, der sich nicht traut, sein Kind in den Arm zu nehmen, weil man das als Zärtlichkeit, Sexualität, Missbrauch deuten könnte?

    Habt ihr euch mal vor Augen geführt, dass einige der Meinungen, die hier geäußert werden, genau dazu beitragen, dass manche Kinder sich von ihren Eltern nicht geliebt fühlen?

    Man kann heute sehr leicht das Leben eines Mannes zerstören, indem man nur das Gerücht in die Welt setzt, er habe Kinder fotografiert.

    Ich möchte weder beschönigen noch verharmlosen, es passieren schreckliche Dinge, und gegen die muss tatsächlich hart vorgegangen werden, aber einfach nur mit stumpfen Parolen seinen Abscheu auszudrücken ohne sich mit dem Thema in ganzer Tragweite wirklich befasst zu haben halte ich auch für unverantwortlich.

      Karlkist

     

    Und was meinst Du liebe/r Leser/in dazu?.........

      Xenon Lowey